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Aktuelle Einordnungen zu KI, Agenten und Wissensarbeit, kurz, mit Quellen und ehrlichen Vorbehalten.
Aktuelle Einordnungen zu KI, Agenten und Wissensarbeit, kurz, mit Quellen und ehrlichen Vorbehalten.

Anthropic hat Nutzungsdaten und eine Befragung von rund 9.700 Menschen verknüpft: 86 Prozent berichten Geschwindigkeits-, 69 Prozent Qualitätsgewinne. Der interessanteste Befund steckt aber im Unterschied zwischen Assistieren und Delegieren.

BCG hat in einem randomisierten Experiment getestet, was passiert, wenn Unternehmen KI als „Mitarbeiter" framen: 18 Prozent weniger erkannte Fehler, weniger empfundene Verantwortung, kein Adoptionsgewinn. Warum die Metapher beim Zuschnitt hilft und bei der Verantwortung schadet.

Eine HBR-Studie zeigt: KI-Einführungen scheitern seltener an der Technik als an der mittleren Führungsebene, die KI-Output prüfen, Nachwuchs coachen und Erwartungen erfüllen soll, ohne strukturelle Entlastung. Was das für den Mittelstand heißt.

Der EuGH hat 2025 entschieden: Ob pseudonymisierte Daten personenbezogen sind, hängt vom Empfänger ab. Für KI-Projekte ändert das die Architektur-Frage grundlegend. Was das Urteil sagt, was es nicht sagt, und warum die Qualität der Pseudonymisierung jetzt das eigentliche Kriterium ist.

Modelle wechseln im Quartalsrhythmus, Tools kommen und gehen, viele Piloten enttäuschen. Eine Investition veraltet dabei nicht, sondern wird mit jeder Modellgeneration wertvoller: das eigene Unternehmenswissen, aufbereitet als semantisch durchsuchbare Wissensbasis.

Ein Stahl- und Werkstoffhändler lässt Bestellungen aus Fax, Mail, PDF und Freitext automatisch ins ERP laufen. Über 70 Prozent der strukturierten Belege prüft kein Mensch mehr von Hand. Was daran für den Mittelstand übertragbar ist, und wo die ehrliche Grenze liegt.