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Agentic Use Cases für die Wissensarbeit: wofür sich ein KI-Agent lohnt

Ein Agent lohnt sich dort, wo abgewogen wird. Die Leitfrage, mit der ihr das vorher erkennt, drei Prüfsteine für den ersten Fall und sechs Einsatzfelder. Die vollständige Fassung gibt es zusätzlich als PDF.

Aktualisiert: September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Eine Demo zeigt, was ein Agent kann. Ob er sich bei euch lohnt, entscheidet eine Frage, die ihr ohne jede Technik beantwortet: Wie viel Urteil steckt in der Aufgabe?

Dazu kommen drei Prüfsteine für einen tragfähigen ersten Fall und sechs Einsatzfelder, sortiert nach dem, was der Agent tut, nicht nach Branche.

Ein Agent lohnt sich dort, wo abgewogen wird

Die Leitfrage sortiert die meisten Fälle, bevor ihr investiert. Jede Aufgabe fällt in eine von drei Zonen:

Regelbasiert
Eindeutige Regeln, eine richtige Antwort: der Monatsreport aus immer derselben Tabelle, Daten von einem System ins nächste. Eine feste Regel in eurer Software erledigt das günstiger und stabiler. Dafür braucht ihr keinen Agenten.
Urteilsbasiert
Die Antwort steht nicht an einer Stelle. Jemand muss Quellen vergleichen, abwägen und mit Neuem umgehen: Anfragen, deren Antwort in drei Ablagen steckt, oder ein Stapel Dokumente, aus dem das Wichtige heraus muss. Hier lohnt ein Agent.
Bleibt bei Menschen
Einmalig, kreativ, ohne digitale Spur, oder „gut" ist reine Geschmackssache: strategische Einzelentscheidungen, ein Gespräch mit Fingerspitzengefühl. Und das ist gut so.

Die meiste Verwechslung passiert zwischen den ersten beiden. Ein Agent für eine feste Regel ist wie eine Fachkraft, die ihr nur zum Stempeln einstellt: Sie macht es gut, aber ihr bezahlt für ein Urteil, das niemand abruft.

Der beste erste Fall ist ein langweiliger

Er kommt jede Woche wieder, liegt digital vor, und jemand sieht auf einen Blick, ob das Ergebnis stimmt. Fälle scheitern selten am Modell, meist an fehlender Struktur. Drei Prüfsteine klärt ihr ohne IT-Abteilung:

Die Daten sind erreichbar
Mails, PDFs, Tabellen, CRM. Aufgeräumt muss nichts sein, erreichbar schon. Was nur im Kopf einer Kollegin liegt, kann kein Agent lesen.
Anfang und Ende sind klar
Etwas stößt den Vorgang an: eine Mail, ein Dokument, ein neuer Auftrag. Am Ende steht etwas Greifbares: eine Antwort, eine Liste, ein Bericht.
Richtig ist prüfbar
Es gibt Kriterien oder eine Checkliste, an der ihr ein gutes Ergebnis erkennt. Ohne sie merkt niemand, wenn der Agent danebenliegt.

Ein Fall genügt für den Anfang: der, bei dem alle drei am klarsten erfüllt sind. Fehlt einer, nehmt lieber einen anderen Fall, statt diesen passend zu reden.

Anfragen-Triage: das Postfach ist vorsortiert, bevor jemand es öffnet

Anfragen-Triage hat den niedrigsten Aufwand und ist deshalb oft der erste Fall. Eure Leute arbeiten in denselben Programmen wie heute, nur liegt die Routine schon vorbereitet da. Der Agent geht dafür vier Schritte:

  1. Er liest eingehende Anfragen aus euren Kanälen: Postfach, Ticket-System, Slack oder Teams.
  2. Er sucht den passenden gelösten Fall und euer Wissen dazu, nach Sinn statt nach Stichwort.
  3. Für klare Fälle entwirft er eine Antwort zur Freigabe.
  4. Komplexe Fälle leitet er mit Kontext an die richtige Person weiter.

Vorher liegt die Frage nach der Lieferzeit neben der Reklamation eures größten Kunden, und beide warten gleich lang. Nachher ist die Lieferzeit mit einem Klick beantwortet, und die Reklamation liegt schon bei der richtigen Person, samt Vorgeschichte.

Gesendet wird erst nach eurer Freigabe. Den Betrieb übernehmen wir: Klemmt etwas, merken wir es vor euch, und ihr müsst dafür niemanden abstellen. Verarbeitet wird in der EU, auf Servern in Deutschland.

Fünf weitere Felder, sortiert nach Aufgabe statt Branche

Beleg- und Dokumentenprüfung
Liest Rechnungen, Lieferscheine oder Anträge, ob PDF oder Scan, prüft sie gegen eure Regeln und Stammdaten und bereitet die Übergabe vor. Was nicht passt, landet bei einem Menschen.
Vertriebsrecherche
Sucht Firmen in eurem Zielprofil, prüft die Kontaktwege und liefert je Firma einen belegten Gesprächsanlass ins CRM. Was er nicht findet, bleibt leer. Er rät nicht. Versand und rechtliche Prüfung der Ansprache bleiben bei euch.
Recherche-Synthese
Durchsucht die Quellen, die ihr festlegt, und fasst zusammen. Jede Aussage trägt ihre Quelle, damit ein Mensch sie prüfen und verantworten kann.
Regulatorik-Monitoring
Verfolgt die Quellen, die für euch zählen, erkennt Änderungen und markiert, was euch betrifft, mit Begründung und Quelle. Keine Rechtsberatung.
Markt- und Quellen-Beobachtung
Beobachtet Markt, Wettbewerb, Lieferanten oder wichtige Kontakte laufend und meldet, was davon eure Produkte berührt, als regelmäßiges Lagebild.

Beispiele, kein Katalog. Wir bauen den Agenten für euren Vorgang, nicht euren Vorgang um den Agenten herum.

Drei Fälle, in denen wir abraten

  • Ihr wollt selbst bauen und sucht nur ein Werkzeug.
  • Es geht um eine einmalige Aufgabe.
  • Niemand kann sagen, wie ein gutes Ergebnis aussieht.

Das sagen wir offen, bevor ihr investiert. Das Self-Assessment kann ebenfalls Nein sagen, und es begründet, warum.

Ob ein Agent trägt, seht ihr, bevor ihr Geld ausgebt

Ein klar umrissener Vorgang reicht für den Anfang. Der Weg dorthin hat drei Schritte:

  1. Self-Assessment: sechs Fragen zu einem Vorgang aus eurem Alltag, in drei Minuten. Erst passt oder passt nicht, dann die Zahlen.
  2. Arbeitsprobe, kostenlos: Ihr beschreibt den Vorgang in ein paar Sätzen, wir bauen daraus eine Probe an eurem echten Fall und zeigen sie euch im Erstgespräch.
  3. Aufbau und Betrieb: Der Aufbau liegt einmalig in einem niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag, der Betrieb startet bei 350 Euro im Monat, je nach Komplexität und Frequenz der Aufgabe, monatlich kündbar. Jeder weitere Agent wird in der Regel deutlich günstiger, weil die Anbindung dann schon steht.

Für das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung bauen wir Agenten für die personalisierte Immuntherapie. Strenger als dort wird Datenschutz nicht.

Lasst uns gemeinsam schauen, was bei euch am meisten Sinn ergibt.

Ihr beschreibt uns einen Vorgang aus eurem Alltag, wir sagen euch offen, ob und wie ein Agent ihn übernehmen kann. Kostenlos, und ohne dass ihr euch zu etwas verpflichtet.

Quellen & Weiterlesen

Self-Assessment + Guide

Lohnt sich ein KI-Agent bei euch?

Diese Seite ist ein Auszug. Beantwortet sechs Fragen zu einem Vorgang aus eurem Alltag und bekommt eine ehrliche Einschätzung: Trägt ein Managed Agent bei euch, was macht das im Jahr aus, und wo liegen Blocker? Das Ergebnis steht direkt auf der Seite, der ausführliche Report kommt per Mail.