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KI-Telefonassistent: Anbieter im Vergleich und worauf es ankommt (2026)

14 KI-Telefonassistenten in vier Kategorien, neun Kriterien zum Selbstprüfen, Preise mit Einheit und Quelle. Geschrieben von einem Anbieter, der das offenlegt und sein eigenes Setup anhand derselben Kriterien zeigt.

Aktualisiert: Oktober 2026 · 11 Min. Lesezeit

Wer einen KI-Telefonassistenten sucht, findet vor allem Bestenlisten. Viele davon stammen von Anbietern, die sich selbst darin einordnen. Diese Seite geht einen anderen Weg: neun Kriterien, die ihr selbst prüfen könnt, und 14 Anbieter in vier Kategorien. Jede Angabe stammt vom Anbieter selbst, mit Quelle und Stand Oktober 2026.

Volle Transparenz vorab: ai-train baut und betreibt selbst Telefon-Agenten. Deshalb kürt diese Seite keinen Sieger. Unser eigenes Setup steht weiter unten, anhand derselben Kriterien und auch mit dem, was es nicht kann. Und ihr könnt es sofort anrufen.

Worauf ihr achten solltet

  1. Gesprächsqualität: Pausen, Namen, Unterbrechungen
  2. Datenstandort und Gesundheitsdaten
  3. Anbindung an eure Systeme
  4. Übergabe an Menschen
  5. Abrechnung: Einheit, Aufrundung, Laufzeit
  6. Betrieb: Ausfall, Ersatzmodell, Überwachung

Ausgeführt sind die Kriterien in drei Abschnitten nach dem Grundsatzvergleich, danach folgen die 14 Anbieter.

Standard-Telefonassistent oder Maßanfertigung (Stand Oktober 2026)

Standard-Telefonassistent oder Maßanfertigung (Stand Oktober 2026). 7 Kriterien, je Kriterium der Wert für Standard-Telefonassistent und für Maßgeschneidert gebaut und betrieben.
Standard-TelefonassistentMaßgeschneidert gebaut und betrieben
Start
Self-Service, live in Minuten bis wenigen Werktageneinige Wochen, weil Gesprächsführung, Anbindung und Tests für euren Fall gebaut werden
Kosten
günstiger: öffentlicher Monatspreis mit Kontingenteinmaliger Aufbau plus monatlicher Betrieb; die Zahl hängt am Anrufvolumen
Anbindung
fertige Anbindungen an Kalender, gängige CRM und Webhooksan eure Systeme, auch Branchen- und Altsoftware, lesend und schreibend
Sonderfälle
so weit, wie das Produkt sie vorsiehtals Regeln und Tests gebaut, auch über mehrere Standorte
Datenfluss
vom Anbieter festgelegt, je Produkt verschiedenDienste werden je Fall gewählt; was nachweisbar ist, klären wir vor dem Start
Betrieb
ihr richtet ein und pflegt, mit Unterstützung je nach PaketÜberwachung, Tests und Pflege liegen beim Anbieter
Passt, wenn
Anrufe angenommen, notiert und weitergegeben werden sollender Agent in euren Systemen arbeiten soll, mit vielen Sonderfällen oder sensiblen Daten

Gesprächsqualität und Verlässlichkeit

Die ersten drei Kriterien entscheiden, ob Anrufer bleiben oder auflegen. Alle lassen sich in einem Testanruf prüfen.

  1. Gesprächsqualität: Pausen, Namen, Unterbrechungen

    Menschen antworten im Gespräch im Mittel nach 208 Millisekunden, gemessen über zehn Sprachen (Stivers und andere, 2009). Jede Sekunde Stille darüber wirkt wie ein Aussetzer. Namen, Straßen und Zahlen entscheiden, ob ein Termin oder Rückruf stimmt.

    So prüft ihr es

    Zehn Testanrufe. Messt die Zeit vom Ende eurer Frage bis zum ersten Laut, gesondert bei Fragen, für die der Agent im Kalender nachsehen muss. Diktiert einen Namen und eine Telefonnummer, fallt ihm ins Wort, korrigiert euch („nein, Donnerstag“) und ruft einmal aus dem Auto an. Vergleicht danach das Transkript mit dem Gesagten.

  2. Termine und Fakten

    Sprachmodelle können plausibel klingende, falsche Auskünfte geben: Öffnungszeiten, Preise, Filialen, Termine.

    Aus unseren eigenen Tests

    Sprachmodelle rechnen Wochentage und Daten unzuverlässig. Wer Termine bucht, braucht die Kalenderlogik deshalb in Code, nicht im Modell.

    So prüft ihr es

    Fragt nach einem Termin „nächste Woche Dienstag“ und kontrolliert das Datum, das der Agent nennt und bucht. Stellt zehn Fangfragen außerhalb des hinterlegten Wissens; die richtige Reaktion ist „weiß ich nicht, ich gebe es weiter“.

  3. Betrieb: Ausfall, Ersatzmodell, Überwachung

    Wer merkt, wenn der Agent ausfällt, ein Kalender-Zugang abläuft oder er falsch antwortet? Ohne Überwachung erfahrt ihr es von verärgerten Anrufern.

    Aus unseren eigenen Tests

    Fällt das Sprachmodell aus, schalten Plattformen teils automatisch auf andere Modelle anderer Anbieter um. Das Gespräch läuft weiter, aber mit längeren Pausen und einem anderen Datenfluss.

    So prüft ihr es

    Fragt: Welches Ersatzmodell springt ein, wo läuft es, und wer hat das festgelegt? Wie wird bei einem Ausfall alarmiert, was hört der Anrufer dann, und wer ist euer Ansprechpartner?

Datenschutz, Gesundheitsdaten und KI-Hinweis

Hier liegt der größte Unterschied zwischen den Anbietern, und hier hilft die Werbeaussage „DSGVO-konform“ am wenigsten. Was zählt, sind Unterlagen.

  1. Datenstandort und Auftragsverarbeitung

    Pflicht ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit der Liste der Unterauftragsverarbeiter. Für US-Dienste gilt der Angemessenheitsbeschluss zum EU-US Data Privacy Framework nur für Firmen, die aktiv auf der DPF-Liste stehen. Das EuG hat ihn am 03.09.2025 bestätigt (T-553/23), ein Rechtsmittel ist anhängig.

    So prüft ihr es

    Fragt getrennt: Wo laufen Telefonie, Spracherkennung, Sprachmodell, Sprachausgabe und Speicherung? „Server in Frankfurt“ betrifft oft nur einen Teil. Lasst euch die Liste der Unterauftragsverarbeiter vor dem Vertrag geben und prüft US-Firmen auf dataprivacyframework.gov.

  2. Gesundheitsdaten und Berufsgeheimnis

    Gesundheitsdaten sind besonders geschützt (Art. 9 DSGVO). Berufsgeheimnisträger dürfen Dienstleister nur einbinden, wenn diese zur Geheimhaltung verpflichtet sind (§ 203 StGB). Leistungserbringer nach SGB V, also Praxen und auch Hilfsmittelerbringer wie Sanitätshäuser, und ihre Auftragsverarbeiter dürfen Gesundheitsdaten in der Cloud nur unter den Voraussetzungen von § 393 SGB V verarbeiten: Informationssicherheit nach dem Stand der Technik, ein aktuelles C5-Testat (grundsätzlich Typ 2; für Systeme, die nach dem 30.06.2025 erstmals in Verkehr gebracht wurden, in den ersten 18 Monaten auch Typ 1) oder ein Nachweis nach einem gleichwertigen Standard, die Umsetzung der Kundenkriterien aus dem Prüfbericht, Verarbeitung in Deutschland, der EU, dem EWR oder einem Drittstaat mit Angemessenheitsbeschluss und eine Niederlassung im Inland.

    So prüft ihr es

    Fordert für jede Stelle, die Anrufinhalte verarbeitet, das aktuelle C5-Testat mit Typ und Prüfzeitraum an, dazu die Verschwiegenheitsverpflichtung im AVV. Unsere Einschätzung: Wer am Telefon Beschwerden schildert, liefert Gesundheitsdaten, auch wenn der Agent nur Termine vergibt.

  3. KI-Hinweis und Aufzeichnung

    Seit dem 02.08.2026 muss ein System, das direkt mit Menschen spricht, spätestens bei der ersten Interaktion sagen, dass es eine KI ist, außer das ist offensichtlich (Art. 50 KI-Verordnung). Verstöße kosten bis 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des Jahresumsatzes. Wer Gespräche unbefugt aufnimmt, macht sich strafbar (§ 201 StGB), und Anrufer sind über die Verarbeitung zu informieren (Art. 13 DSGVO).

    So prüft ihr es

    Hört euch den ersten Satz des Agenten an: Sagt er, dass er eine KI ist, und lässt sich das abschalten (sollte es nicht)? Fragt, ob Audio gespeichert wird oder nur Text, wie lange, wo, und ob es einen Modus ohne Speicherung gibt.

Anbindung, Übergabe an Menschen und Abrechnung

Die letzten drei Kriterien entscheiden, ob der Agent euch Arbeit abnimmt und was er am Ende wirklich kostet.

  1. Anbindung an eure Systeme

    Je tiefer die Anbindung, desto mehr erledigt der Agent selbst: Wer Anliegen aufnimmt und weitergibt, entlastet die Annahme, wer direkt in eure Systeme schreibt, auch die Nachbearbeitung.

    So prüft ihr es

    Prüft Lesen und Schreiben getrennt: Bucht einen echten Testtermin in eurer Software, sagt ihn ab, bucht ihn um und achtet auf Dubletten. Fragt nach eurer Branchensoftware (Praxis-, Handwerker- oder Warenwirtschaftssystem) mit Namen.

  2. Übergabe an Menschen

    Notfälle, Beschwerden und Stammkunden, die ihren Ansprechpartner wollen, brauchen einen Menschen.

    So prüft ihr es

    Bleibt eure Nummer, und greift die Rufumleitung sofort, bei besetzt oder nach einigen Sekunden? Wird warm durchgestellt, mit einer Notiz für die Kollegin? Was passiert, wenn niemand abnimmt?

  3. Abrechnung und Vertrag

    Grundpreis, Inklusivminuten, Minute oder Gespräch, Aufrundung, Weiterleitungsminuten, Rufnummerngebühr und Laufzeit ergeben zusammen den Preis. Ein Beispiel: 1.000 Anrufe zu je 75 Sekunden sind 1.250 gesprochene Minuten, bei Aufrundung auf volle Minuten aber 2.000 abgerechnete, also 60 Prozent mehr.

    So prüft ihr es

    Rechnet eure eigene Anrufstatistik (Anzahl, durchschnittliche Dauer, Spitzenzeiten) gegen jedes Preisblatt, mit Weiterleitungs- und Rufnummernkosten. Klärt Laufzeit, Kündigungsfrist, Mitnahme der Rufnummer und Export von Transkripten und Einstellungen.

1.000 Anrufe zu je 75 Sekunden: gesprochen und abgerechnet
  • Gesprochen, sekundengenau abgerechnet1.250 Minuten
  • Abgerechnet bei Aufrundung auf volle Minuten2.000 Minuten

    +750 Minuten (+60 %)

Jeder 75-Sekunden-Anruf zählt bei Aufrundung als zwei Minuten. Je kürzer eure Anrufe, desto stärker wirkt der Takt.

Anbieter im Überblick: 14 Telefonassistenten in vier Kategorien

Die Auswahl umfasst, was bei der Suche nach KI-Telefonassistenten oben steht, dazu die Spezialisten für Arztpraxen und Sanitätshäuser und die Baukästen, auf denen Dienstleister wie wir bauen. So lest ihr die Karten:

  • Preise sind nur innerhalb einer Kategorie vergleichbar. Minute, Anruf, Konversation und Paket sind verschiedene Einheiten; die Einheit steht oben an jeder Karte.
  • Manche Preise gelten netto, manche brutto, einige sind Aktionspreise mit Frist und ändern sich. Die Karten nennen, was der Anbieter angibt.
  • Datenstandorte und Zertifikate sind Herstellerangaben, keine von uns geprüften Nachweise.
  • „Nicht öffentlich“ heißt: auf den öffentlichen Seiten des Anbieters nicht gefunden.
  • Die Reihenfolge ist keine Rangfolge. Alle Angaben: Stand Oktober 2026, abgerufen am 15.10.2026, Quelle an jeder Karte.

Telefonassistenten für kleine Betriebe

Self-Service-Produkte mit Monatspreis und Kontingent, eingerichtet in Minuten bis wenigen Werktagen. Gebaut für das Annehmen, Notieren und Weitergeben von Anrufen.

  • HalloPetra

    Berlin

    Abrechnung: je Minute
    Für wen
    Handwerksbetriebe, etwa SHK, Elektro, Dach, Maler, Galabau
    Öffentlicher Einstiegspreis
    99 € im Monat für Betriebe mit einer Person, 250 Minuten inklusive, jede weitere 20 bis 30 Cent je nach Tarif, zzgl. MwSt. Jede angefangene Minute wird auf 60 Sekunden aufgerundet.
    Datenstandort laut Anbieter
    Rechenzentrum in Frankfurt am Main; Spracherkennung und Sprachmodell in einem EU-Rechenzentrum.
    Besonderheit
    Spielt den KI-Hinweis automatisch ab. Anbindung an 23 Handwerker-Programme, etwa TAIFUN, SYKASOFT, KWP. Live meist nach 1 bis 3 Werktagen, monatlich kündbar.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Preise, Sicherheit, Telefonassistent, Startseite

  • fonio.ai

    Wien

    Abrechnung: Minutenkontingent
    Für wen
    Kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen
    Öffentlicher Einstiegspreis
    119 € netto im Monat (99 € bei Jahreszahlung), 1.000 Minuten inklusive, je weitere 100 Minuten 15 €. Begleitete Einrichtung kostet extra.
    Datenstandort laut Anbieter
    Hosting bei Hetzner (Nürnberg, Falkenstein, Helsinki) und OVH. Die AVV mit allen Unterauftragsverarbeitern ist öffentlich, darunter auch Dienste in den USA; Ausweich-Anbieter und US-Ausweichbetrieb sind auf Wunsch abschaltbar.
    Besonderheit
    Über 60 Sprachen. Den KI-Hinweis stellt fonio als Funktion bereit, die Hinweispflicht liegt laut AGB beim Kunden. 14 Tage kostenlos testen.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Preise, AVV, AGB

  • IONOS KI-Telefonassistent

    Montabaur

    Abrechnung: je Anruf
    Für wen
    Kleine Unternehmen
    Öffentlicher Einstiegspreis
    39 € im Monat inkl. MwSt. (Tarif Flex), 30 Anrufe inklusive, danach 49 Cent je Anruf. Eine Höchstdauer je Anruf ist nicht angegeben.
    Datenstandort laut Anbieter
    „Europäische Infrastruktur“; die Subunternehmerliste zur AVV ist öffentlich.
    Besonderheit
    Erster Monat gratis. Notfall-Schlüsselbegriffe lösen eine Weiterleitung aus. Den KI-Hinweis richtet laut Vertragsbedingungen der Kunde ein.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Produkt und Preise, Vertragsbedingungen, Subunternehmerliste

  • Placetel AI

    Köln

    Abrechnung: Minutenpaket
    Für wen
    Kleine und mittlere Unternehmen, besonders Kunden der Placetel-Telefonanlage
    Öffentlicher Einstiegspreis
    79 € im Monat (69 € bei 24 Monaten Laufzeit), 750 Minuten, dazu 9 € im Monat für die KI-Rufnummer. Weiterleitungen kosten 2,5 Cent je Minute intern und 5 Cent extern.
    Datenstandort laut Anbieter
    Standort nicht genannt; ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren. Speicherdauer je Assistent einstellbar.
    Besonderheit
    Übergabe ans Team mit Zusammenfassung. Über 80 Sprachen. Test 10 Tage mit 50 Freiminuten ohne Zahlungsdaten.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Preise, Funktionen

Spezialisten für Arztpraxen und Gesundheit

Standardprodukte für Praxen und Versorger, oft mit Anbindung an die Praxissoftware des Herstellers. Hier zählen die Nachweise aus dem Kriterium Gesundheitsdaten besonders.

  • Doctolib KI-Telefonassistent (ehemals aaron.ai)

    Berlin

    Abrechnung: Paket je Ärztin oder Arzt
    Für wen
    Haus-, Fach- und Zahnarztpraxen
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Nur im Paket: ab 229 € je Ärztin oder Arzt und Monat inkl. MwSt. im Jahresabo, laut Fußnote bis 31.10.2026 und für die ersten 100 Kundinnen und Kunden. Voraussetzung sind weitere Doctolib-Abos.
    Datenstandort laut Anbieter
    Speicherung ausschließlich in Deutschland und Frankreich; ISO 27001, ISO 27701 und BSI C5 Typ 2 (Angaben für Doctolib allgemein).
    Besonderheit
    Bucht direkt im Doctolib-Kalender. Versteht 98 Sprachen, antwortet auf Deutsch. Standardprodukt ohne individuelles Training. Zeichnet Gespräche auf, die Praxis informiert die Patienten.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: KI-Telefonassistent, Preise, Besondere Bedingungen, Datenschutz, Webinar-Antworten

  • CGM TelefonAssistent

    Koblenz

    Abrechnung: Paket
    Für wen
    Arzt- und Zahnarztpraxen und MVZ in Deutschland und Österreich
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Im KI-Paket mit OnlineRezeption und DokuAssistent 269 € im Monat für eine Behandlerin oder einen Behandler, jede weitere Person 69 €; 12 Monate Mindestlaufzeit. Netto oder brutto ist nicht angegeben.
    Datenstandort laut Anbieter
    Server in der EU, C5-Testat genannt. Automatische Löschung nach 60 Tagen.
    Besonderheit
    Anbindung an CGM-Praxissoftware wie MEDISTAR, ALBIS, M1 PRO, TURBOMED, Z1.PRO, nutzbar auch ohne. Über 30 Sprachen. Einen Monat kostenlos testen.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Produktseite, Konfigurator

  • VITAS Telefonassistent

    Nürnberg

    Abrechnung: je Konversation
    Für wen
    Arztpraxen, Kliniken, MVZ
    Öffentlicher Einstiegspreis
    49 € netto im Monat (40 € bei Jahreszahlung) ohne Inklusivvolumen, dazu 28 Cent je Konversation. Als Konversation zählen eingehende Anrufe, Chats, SMS und automatisierte Rückrufe. Integrationen und Durchstellen im Pro-Paket für 99 € im Monat.
    Datenstandort laut Anbieter
    Ausschließlich in Deutschland (Open Telekom Cloud); BSI C5 Typ 1, ISO 27001.
    Besonderheit
    Partner-Anbindungen etwa an medatixx, tomedo, samedi. Mehrsprachigkeit als Zusatzpaket. 30 Tage Test mit 500 Konversationen ohne Zahlungsdaten.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Preise, Sicherheit, Partnerschaften

  • Lane One und anni.care

    Berlin, beide Healthbytes GmbH

    Abrechnung: nach automatisierten Anrufen
    Für wen
    anni.care: Hilfsmittelversorger und Sanitätshäuser. Lane One: Gesundheit, Pflege, Versicherungsmakler, Hausverwaltungen, Autohäuser.
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Nicht öffentlich; laut anni.care abhängig von der Zahl automatisierter Anrufe.
    Datenstandort laut Anbieter
    Hosting in Deutschland, Verarbeitung in der EU, nach eigener Angabe „C5-ready“.
    Besonderheit
    Lane One baut als Done-for-you-Dienst, live meist nach etwa vier Wochen. Übergabe an Menschen mit Gesprächskontext. Schnittstellen auch zu Altsystemen (REST, SQL, XML, MCP).

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Lane One, anni.care Telefonie

Plattformen für große Contact Center

Plattformen für Kundenservice mit hohem Anrufvolumen und eigenem Contact Center. Die Einführung läuft als Projekt, Preise gibt es meist auf Anfrage.

  • Parloa

    Berlin

    Abrechnung: je Minute
    Für wen
    Großunternehmen mit Contact Center
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Verbrauchsbasiert je Minute für Sprache, Beträge nicht öffentlich.
    Datenstandort laut Anbieter
    Wählbare Datenregion („Parloa Zones“); ISO/IEC 27001, SOC 2, PCI DSS und HIPAA laut Trust Center.
    Besonderheit
    Anbindung an Contact-Center-Systeme wie Genesys, Amazon Connect, Cisco, Avaya, Five9 und an Salesforce oder Dynamics 365. Über 140 Sprachen.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Pricing, Trust Center, Parloa Zones, Integrationen

  • NiCE Cognigy

    Düsseldorf

    Abrechnung: je Konversation
    Für wen
    Großunternehmen mit Contact Center; seit September 2025 Teil von NiCE
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Auf der Website keine Preise. Im AWS Marketplace 43.080 US-Dollar für 12 Monate mit 60.000 Konversationen.
    Datenstandort laut Anbieter
    Cluster unter anderem in Frankfurt (AWS); Audiodaten werden in der EU verarbeitet. BSI C5 Type II, ISO 27001 und weitere laut Trust Center.
    Besonderheit
    Anbindung an Avaya, Amazon Connect, Genesys, NiCE CXone, Microsoft. Über 100 Sprachen. Kostenlose Testversion zur Evaluation.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Trust Center, AWS Marketplace, Rechenzentren, Audio in der EU, Teil von NiCE, Voice Gateway

  • VIER

    Hannover

    Abrechnung: nicht öffentlich
    Für wen
    Kundenservice und Contact Center im DACH-Raum
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Nicht öffentlich, Demo auf Anfrage.
    Datenstandort laut Anbieter
    Rechenzentrum in Frankfurt, für Schweizer Kunden Hosting in der Schweiz. Eigene KI-Modelle im eigenen Rechenzentrum, externe Modelle optional in der EU. ISO 27001.
    Besonderheit
    Low-Code-Editor, mit dem Fachteams selbst bauen. Eigenes Contact Center (VIER engage), Übergabe an Menschen über „Human in the Loop“.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Sicherheit, Zertifizierungen, Voice Gateway, AI Studio

Baukästen für Entwickler und Dienstleister

Werkzeuge, mit denen eigene Entwickler oder Dienstleister Telefon-Agenten bauen. Günstig je Minute, aber Sprachmodell, Telefonie, Einrichtung und Betrieb kommen dazu. Auch wir bauen auf einem davon.

  • ElevenLabs Agents

    New York

    Abrechnung: je Minute
    Für wen
    Vom Einzelentwickler bis zum Konzern
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Abo ab 6 $ im Monat mit 75 Minuten, jede weitere Minute 0,08 $, ohne Steuern. Sprachmodell kommt dazu, die Telefonie rechnet Twilio oder der SIP-Anbieter ab.
    Datenstandort laut Anbieter
    USA. EU-Datenhaltung nur im Enterprise-Tarif. Im Standard werden Gesprächsdaten 2 Jahre gespeichert und Audio aufgezeichnet, beides einstellbar.
    Besonderheit
    Keine eigenen Rufnummern, Telefonie über Twilio oder SIP-Trunk. Fertige Anbindungen etwa an Cal.com, HubSpot, Salesforce. Auf dieser Plattform läuft auch unsere Emmy.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Preise, Data Residency, Speicherdauer, Audioaufzeichnung

  • Vapi

    USA

    Abrechnung: je Minute
    Für wen
    Entwickler
    Öffentlicher Einstiegspreis
    Plattform 0,05 $ je Minute, dazu Spracherkennung, Sprachmodell, Stimme und Telefonie zum Einkaufspreis. Paket Core 29 $ im Monat.
    Datenstandort laut Anbieter
    USA. Die EU-Region gibt es nur im Premier-Paket.
    Besonderheit
    Kostenlose Rufnummern nur in den USA, deutsche Nummern per Import oder SIP. HIPAA als Zusatzpaket für 2.000 $ im Monat.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Preise, EU-Region, Telefonie

  • Retell AI

    Redwood City, USA

    Abrechnung: je Minute, sekundengenau
    Für wen
    Entwickler und Firmen
    Öffentlicher Einstiegspreis
    0,07 bis 0,31 $ je Minute, je nach gewählten Bausteinen. Sekundengenaue Abrechnung, 20 parallele Anrufe inklusive.
    Datenstandort laut Anbieter
    USA; derzeit keine Verarbeitung in der EU. Speicherdauer im Standard unbegrenzt, einstellbar von 1 bis 730 Tagen.
    Besonderheit
    Deutsch für Spracherkennung und Stimme verfügbar. Eigene Rufnummern nur USA und Kanada, sonst SIP oder Import.

    Stand Oktober 2026 · Quelle: Preise, Compliance, Speicherdauer

Wann reicht ein Standard-Telefonassistent, und wann lohnt eine Maßanfertigung?

Ehrlich vorweg: Ein Standardprodukt ist günstiger und schneller live. Für viele Betriebe ist es die richtige Wahl.

Ein Standard-Telefonassistent reicht, wenn

  • der Agent Anrufe annehmen, Anliegen notieren und weitergeben soll,
  • eure Software zu den fertigen Anbindungen des Produkts gehört,
  • die Anrufe wenige Sonderfälle haben,
  • es für eure Branche ein Spezialprodukt mit den nötigen Nachweisen gibt, etwa für Arztpraxen.

Eine Maßanfertigung lohnt sich, wenn

  • der Agent in euren eigenen Systemen lesen und schreiben soll, auch in Branchen- oder Altsoftware,
  • mehrere Standorte mit eigenen Regeln, Kalendern oder Zuständigkeiten zusammenkommen,
  • sensible Daten anfallen und ihr jeden Dienst im Datenfluss bewusst wählen und belegen wollt,
  • Gesprächsführung und Wissen genau auf euren Betrieb zugeschnitten sein sollen, mit euren Fachbegriffen, Abläufen und Zuständigkeiten,
  • viele Sonderfälle das Gespräch bestimmen, die ein Standardprodukt nicht abbildet.

Dazwischen liegen die Baukästen: günstig je Minute, aber jemand muss den Agenten bauen, anbinden und betreiben. Das könnt ihr selbst tun oder an einen Dienstleister geben.

Unser eigenes Setup, offengelegt

Emmy, unsere Telefonagentin, läuft auf einem der Baukästen oben. Hier beantworten wir die Kriterien für sie, auch dort, wo eine Demo hinter einem Kundenprojekt zurückbleibt.

Stimme und Spracherkennung
ElevenLabs Agents (Eleven Labs Inc., USA) im Self-Service-Tarif, also ohne EU-Datenhaltung, die es bei ElevenLabs nur im Enterprise-Tarif gibt.
Sprachmodell
Claude von Anthropic, eingebunden über ElevenLabs.
Telefonie
Twilio (Twilio Inc., USA).
Termine
Cal.com (Cal.com, Inc., USA). Emmy sieht live in unseren Kalender und bucht direkt.
Datenfluss
Die Verarbeitung findet auch in den USA statt. ElevenLabs, Twilio und Cal.com sind unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, geprüft am 15.10.2026 auf dataprivacyframework.gov.
Speicherung
Keine Tonaufnahme. Gesprächsprotokolle als Text werden nach 30 Tagen gelöscht.
KI-Hinweis
Emmy sagt zu Beginn jedes Gesprächs, dass sie eine KI ist, und verweist auf unsere Datenschutzhinweise.
Antwortzeit
In unseren Messungen meist gut eine Sekunde bis zum ersten Wort, bei Kalenderabfragen länger. Das ist deutlich mehr als die rund 0,2 Sekunden zwischen Menschen.
Termine und Fakten
Wochentage und Daten rechnet bei uns Code, nicht das Sprachmodell. Emmy nennt nur Zeiten, die der Kalender als frei gemeldet hat.
Ersatzmodell
Fällt das Sprachmodell aus, springt nach 2,5 Sekunden ein kleineres Claude-Modell desselben Anbieters ein. Das haben wir festgelegt, ohne Festlegung hätte die Plattform auf Modelle anderer Anbieter umgeschaltet.
Übergabe und Überwachung
Emmy stellt nicht durch; wer einen Menschen sprechen will, bekommt ein Erstgespräch oder unsere E-Mail-Adresse. Die Gespräche werten wir aus und verbessern Emmy danach. Eine automatische Ausfall-Alarmierung hat die Demo nicht, in Kundenprojekten gehören Weiterleitung und Überwachung dazu.
Gesundheitsdaten
Für Gesundheitsdaten erfüllt diese Demo § 393 SGB V nicht: Für ElevenLabs und Twilio haben wir kein C5-Testat gefunden. Für solche Fälle klären wir vor dem Start, welche Dienste das nachweisen.

Eine eigene Zahl für Telefon-Agenten nennen wir hier bewusst nicht: Jede Gesprächsminute kostet Telefonie und Sprachverarbeitung, also treibt euer Anrufvolumen den Preis. Die Mechanik ist dieselbe wie bei allen unseren Agenten: ein einmaliger Aufbau, danach ein monatlicher Betrieb mit Überwachung und Pflege. Die Zahl rechnen wir im Erstgespräch mit euren Anrufzahlen durch. Oder fragt Emmy.

Messt sie an den neun Kriterien oben, nicht an diesem Abschnitt.

Was kostet ein KI-Telefonassistent?

Das hängt an der Kategorie, und vergleichbar sind die Preise nur innerhalb einer Kategorie. Die öffentlichen Einstiegspreise, Stand Oktober 2026:

  • Für kleine Betriebe: 39 bis 119 Euro im Monat, je nach Anbieter mit 30 Anrufen bis 1.000 Minuten inklusive, teils netto, teils brutto.
  • Für Arztpraxen: von 49 Euro netto im Monat plus 28 Cent je Konversation (VITAS) bis zu Paketen, etwa 229 Euro je Ärztin oder Arzt inkl. MwSt. im Aktionspreis (Doctolib) oder 269 Euro für das KI-Paket mit einem Behandler (CGM).
  • Für große Contact Center: meist auf Anfrage; Cognigy nennt im AWS Marketplace 43.080 US-Dollar im Jahr für 60.000 Konversationen.
  • Baukästen: ab 5 US-Cent je Minute für die Plattform (Vapi), dazu Sprachmodell, Telefonie und die Arbeit für Bau und Betrieb.

Rechnet immer mit euren eigenen Anrufzahlen, inklusive Aufrundung, Weiterleitung und Rufnummer. Bei ai-train besteht der Preis aus einem einmaligen Aufbau und einem monatlichen Betrieb; die Zahl hängt am Anrufvolumen und fällt im Erstgespräch.

Ist ein KI-Telefonassistent DSGVO-konform?

„DSGVO-konform“ schreiben fast alle Anbieter. Belastbar wird es erst mit Unterlagen:

  • ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit der Liste der Unterauftragsverarbeiter,
  • der Ort der Verarbeitung für jeden Baustein: Telefonie, Spracherkennung, Sprachmodell, Sprachausgabe, Speicherung,
  • für Dienste in den USA eine aktive Zertifizierung unter dem EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln,
  • die Speicherdauer, und ob Audio aufgezeichnet wird.

Öffentlich einsehbar sind die Unterauftragsverarbeiter heute etwa bei fonio, VITAS und IONOS. Unsere eigene Demo verarbeitet auch in den USA, gestützt auf das Data Privacy Framework; das steht oben offen.

Muss der Anrufer erfahren, dass er mit einer KI spricht?

Ja. Seit dem 02.08.2026 verlangt Art. 50 Abs. 1 der KI-Verordnung, dass Menschen spätestens bei der ersten Interaktion erfahren, dass sie mit einer KI sprechen, außer es ist offensichtlich. Verstöße können bis 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des Jahresumsatzes kosten.

Prüft bei jedem Anbieter, wer den Hinweis einrichtet: Manche spielen ihn automatisch ab, bei anderen liegt die Pflicht laut Vertrag beim Kunden. Wird das Gespräch aufgezeichnet, kommt § 201 StGB dazu, und die Informationspflicht nach Art. 13 DSGVO gilt in jedem Fall.

Dürfen Arztpraxen und Sanitätshäuser einen KI-Telefonassistenten nutzen?

Ja, aber nicht jeden. Für Leistungserbringer nach SGB V, dazu gehören auch Hilfsmittelerbringer wie Sanitätshäuser, und für ihre Dienstleister gilt § 393 SGB V:

  • Informationssicherheit nach dem Stand der Technik und ein aktuelles C5-Testat, grundsätzlich Typ 2 (für neu in Verkehr gebrachte Systeme in den ersten 18 Monaten auch Typ 1), oder ein Nachweis nach einem gleichwertigen Standard,
  • die Umsetzung der Kundenkriterien aus dem Prüfbericht des Testats,
  • Verarbeitung in Deutschland, der EU, dem EWR oder einem Drittstaat mit Angemessenheitsbeschluss,
  • eine Niederlassung der verarbeitenden Stelle im Inland,
  • dazu die Geheimhaltungspflicht der Dienstleister nach § 203 StGB.

Unsere Einschätzung: Sobald jemand am Telefon Beschwerden oder eine Versorgung schildert, sind das Gesundheitsdaten, auch wenn der Agent nur Termine vergibt. Welche Nachweise die Gesundheits-Anbieter selbst nennen, steht in ihren Karten oben. Unsere Demo erfüllt § 393 SGB V nicht; für Gesundheitskunden klären wir vor dem Start, welche Dienste die Nachweise erbringen.

Kann ich meine Nummer behalten?

In der Regel ja. Die meisten Telefonassistenten arbeiten mit einer Rufumleitung: Eure bestehende Nummer leitet sofort, bei besetzt oder nach einigen Sekunden an den Agenten weiter. HalloPetra nennt dafür etwa Telekom, sipgate und FRITZ!Box, IONOS Mobilfunk, FRITZ!Box und SIP. Baukästen wie Vapi oder Retell binden deutsche Nummern per Import oder SIP-Anschluss ein.

Fragt vorher, was beim Wechsel passiert: ob eine eigens vergebene KI-Rufnummer mitgeht und ob ihr Transkripte und Einstellungen exportieren könnt. Ab dem 12.01.2027 verbietet der Data Act Wechselentgelte bei Datenverarbeitungsdiensten; ob ein Telefonassistent darunter fällt, ist im Einzelfall zu prüfen.

Wie teste ich einen Anbieter in 15 Minuten?

Ein Testanruf mit festem Ablauf zeigt mehr als jede Produktseite:

  1. Anrufen und die Pause messen: vom Ende eurer Frage bis zur ersten Antwort.
  2. Auf den ersten Satz achten: Sagt der Agent, dass er eine KI ist?
  3. „Geht nächste Woche Dienstag?“ fragen und das genannte Datum prüfen.
  4. Einen Namen und eine Telefonnummer diktieren, dann mitten im Satz korrigieren.
  5. Eine Fangfrage stellen, die der Agent nicht wissen kann.
  6. Nach einem Menschen fragen und schauen, was passiert.
  7. Fragen, wo eure Daten verarbeitet werden, und die Antwort mit dem AVV vergleichen.

Danach das Transkript mit dem Gesagten vergleichen. Unsere eigene Agentin Emmy könnt ihr genau so testen, rund um die Uhr unter 040 29996695.

Lasst uns gemeinsam schauen, was bei euch am meisten Sinn ergibt.

Ihr beschreibt uns einen Vorgang aus eurem Alltag, wir sagen euch offen, ob und wie ein Agent ihn übernehmen kann. Kostenlos, und ohne dass ihr euch zu etwas verpflichtet.